Waldbühne Berlin

Moderne Technik von SANIT hinter der Wand für neue Toilettenanlagen

Die Streisand, pardon Barbra Streisand, trat erst vor kurzem zu einem umjubelten Konzert dort auf, Joe Cocker war schon genauso zu sehen und zu hören wie die legendäre Rockgruppe Queen mit Frontmann Freddie Mercury. Opernfreunde erinnern sich heute noch an den Auftritt von Luciano Pavarotti. Auch Thomas Gottschalk nutzte schon mit seiner Show „Wetten dass ...” das herrliche Ambiente der Berliner Waldbühne, die wohl zurecht als die schönste Freiluftbühne Deutschlands gilt. 

Geschichte der Waldbühne

Die Waldbühne wurde im Zuge der Baumaßnahmen für die Olympischen Spiele von 1936 nordwestlich des sogenannten Reichssportfelds in einer Ausbuchtung der Murellenschlucht errichtet und bildet dort einen natürlichen Talkessel. Die Anlage als sogenannte Thing-Bühne orientiert sich an antiken griechischen Amphitheatern. Die Sitzränge steigen mit der Entfernung von der Bühne zunehmend an, was der Akustik zugute kommt und die Bühne im Wald besonders für Open-Air-Musikveranstaltungen prädestiniert. Östlich der Bühne schließen sich die zum Olympiakomplex gehörenden Gebäude des Maifelds, der Langemarckhalle und der Glockenturm an. Tatsächlich erhielt die Bühne erst nach dem 2. Weltkrieg ihren bekannten Namen. Zunächst diente sie als Freilichtkino, war unter anderem Spielort der Berlinale und wurde für Boxkämpfe genutzt. In den 60er Jahren wurden die letzten Kriegsschäden beseitigt. Später wurde sie vor allem für Rockkonzerte genutzt, bevor es in den 70er Jahre etwas stiller um sie wurde. So richtig los ging es mit der Waldbühne als Veranstaltungsort (mit knapp 22.000 Zuschauerplätzen) erst wieder Anfang der 80er. Spätestens mit der Installation der heutigen Zeltkonstruktion über der Bühne begann die dritte Karriere der Waldbühne, die Jahr für Jahr von mehr als 500.000 Menschen besucht wird.

Renovierung der Toilettenanlagen

Die Toilettenanlagen der Waldbühne sind etwas abseits vom Geschehen versteckt im Wald in zwei separaten Gebäuden für Damen und Herren untergebracht – und wurden jetzt mit einer Komplettmaßnahme auf Vordermann gebracht. Die Senatsverwaltung als Betreiber der Waldbühne beauftragte die Architekten am Kaiserdamm BErlin mit der Sanierung der kompletten Toilettenanlage, mit allem Drum und Dran. Sprich: Alles Alte raus, moderne Technik hinter der Wand rein. Auch vor der Wand gab es eine Frischzellenkur mit neuen Sanitärgegenständen.

Bei hohen Benutzerfrequenzen sind natürlich die Anforderungen an die Sanitär-Technik besonders hoch, jede Funktionsstörung verursacht Ärger und Kosten. Genauso spielen die Betriebskosten eine Rolle. Also viele Gründe auf bewährte und moderne Technik zu setzen. Gerade bei den Toiletten- und Urinalsteuerungen muss alles reibungslos (ab-) laufen, da jede nicht funktionierende Spülung sofort einen leichten Stau in den Toilettenanlagen verursacht. Die BIG Böhnke Ingenieurgesellschaft mbH, nicht weit weg vom Olympiastadion beheimatet, setzte hinter der Wand komplett auf Produkte der Sanitärtechnik Eisenberg GmbH. Mit den Ausschlag pro SANIT Vorwandtechnik gab, neben den eingebauten technischen Features, die Möglichkeit, die Urinal-Elemente mit Vorfertigung im Werk auf den Einsatz in der Waldbühne optimal vorzubereiten.

Die Baumaßnahme

Die Toilettenanlagen wurden komplett entkernt und von Grund auf wieder aufgebaut. Basis bildete eine Metallständerwand-Konstruktion, die die Räume neu gestaltete und die SANIT-Elemente aufnahm. Diese kommen als vormontierte, selbsttragende und pulverbeschichtete Stahlrahmenkonstruktion auf die Baustelle. Die stabile Konstruktion lässt sich individuell in Höhe und Tiefe auf die Baustellengegebenheiten einstellen. Neben der standardmäßigen Ausstattung mit SANIT WC- und WT-Elementen aus der Serie 995 kamen Urinalelemente aus der gleichen Serie zum Einsatz. Ausgestattet sind diese mit einer vandalensicheren, konduktiv arbeitenden Urinalsteuerung, die berührungslos arbeitet. Das Erfassungsprinzip beruht auf Messung der relativen und absoluten Leitfähigkeit über zwei Edelstahlsensoren im Urinal-Absaugverschluss. Die Steuerung wirkt unabhängig von der Wasserqualität und reagiert bei drohender Austrocknung des Geruchsverschlusses selbsttätig durch Zwangsspülung. Das Verschmutzen der Elektroden wird durch wechselnde Polarität verhindert. 

Vorgefertigte Urinal-Elemente 

Zusätzlich gab es bei den Urinal-Elementen eine Besonderheit in der Ausschreibung. Die sah vor, dass die Rohbaukästen der Urinal-Steuerung hinter der Keramik platziert sind. Gängige Technik ist eine Montage mit einer Abdeckplatte über der Urinalkeramik. Durch SANIT wurde das Problem mit einer werksseitigen Vorfertigung gelöst. Abgestimmt auf die vorgesehenen Keramiken wurden die Rohbaukästen innerhalb der Rahmenkonstruktion so positioniert und befestigt, dass zum einen der verdeckte Einbau und zum anderen der leichte und einfache Einbau der Urinalsteuerungen gewährleistet worden ist. So stört keine Abdeckplatte die Wandfläche oberhalb des Urinals.

Das Ergebnis

Modern erstrahlen seit wenigen Monaten die Toilettenanlagen der Waldbühne. Die ersten Bewährungsproben sind auch schon problemlos über die Bühne gegangen. So sind die Voraussetzungen geschaffen, dass die Waldbühne auch weiterhin ihrem Ruf als Deutschlands schönste Freiluftbühne gerecht wird.

Datum: 08/2007